Werk Königsbronn

Im Werk Königsbronn werden Gussteile im Gewichtsbereich von 100 kg - 120.000 kg (handgeformt) gegossen und bearbeitet. Außerdem fertigen wir Kokillenguss (Schalenhartguss für Walzenkörper).
Hauptsächlich verwendete Werkstoffe sind Cromodur, NiHard und EN-GJS-400-800 sowie Schalenhartguss.

Im Werk Königsbronn werden als Spitzenprodukt in den internationalen Märkten insbesondere Papierkalanderwalzen hergestellt. Diese Papierkalanderwalzen glätten und trocknen die Papierbahn, die in der Papiermaschine erzeugt wird. Die hochpräzise Bearbeitung, insbesondere das Schleifen der Oberflächen, verbunden mit hervorragenden Werkstoffeigenschaften bilden die Basis für die weltweite Spitzenposition der Königsbronner Papierkalanderwalzen.


Bearbeitungswerkstatt 1


Ausstattung Bearbeitungswerkstatt 1
12 Dreh- und Bohrmaschinen Arbeitsbereich bis max.

Stückgewicht max.
Ø
L
2 000 mm
15 000 mm
100 000 kg
5 Karusselldrehmaschinen Arbeitsbereich bis max.

Stückgewicht max.
Ø
L
4 500 mm
1 850 mm
40 000 kg
11 Schleifmaschinen Arbeitsbereich bis max.

Stückgewicht max.
Ø
L
2 000 mm
17 500 mm
120 000 kg
2 Tieflochbohrmaschinen Arbeitsbereich bis max.

Stückgewicht max.
Ø
L
2 000 mm
12 300 mm
80 000 kg
1 Honmaschine Arbeitsbereich bis max.

Stückgewicht max.
Ø
L
1 760 mm
12 400 mm
50 000 kg
1 Wuchtmaschine Arbeitsbereich bis max.

Stückgewicht max.
Ø
L
2 000 mm
18 000 mm
100 000 kg


Des Weiteren ist es gelungen, die Fertigung von verschleissbeständigen Gussteilen für Zement- und Kohlenmühlen in höchster Qualität kontinuierlich im Umsatz zu steigern.



Bearbeitungswerkstatt 2

Mit dieser Investition wird das Ziel verfolgt, im Werk Königsbronn bearbeitete Großgussteile als Komponete herstellen zu können. Das Werk wird damit an Wachstumsmärkten partizipieren wie z.B. in der Windenergie.

Zur Kernkompetenz des Werkes Königsbronn gehört auch die Bearbeitung von Gussteilen. Um diese Kernkompetenz weiter zu verstärken wurde in 2009 eine neue Bearbeitungshalle, die über einen 100-to Kran verfügt, fertiggestellt.



Zum Maschinenpark dieser Bearbeitungshalle gehören folgende Maschinen:

  • Großfräsmaschine mit 35 m Länge und 100 to Auflastgewicht
  • Hochleistungsfräsmaschine von Waldrich Coburg Multitec
  • Horizontaldrehmaschine für die Bearbeitung von rotationssymetrischen Gussteilen
    bis 60 to Gewicht (Planscheibendurchmesser 4.500 mm) und einem Auflastgewicht
    von 60 to
  • Strahl- und Beschichtungsanlage zur spezifikationsgerechten seewasserbeständigen Konservierung von bearbeiteten Windkraftanlagenkomponenten




Historie Königsbronn

1365 Die Erzgewinnung- und Verhüttung in Königsbronn ist der Ursprung des heutigen dortigen Werkes und der SHW gesamt.
1665 Der erste Kokillenguss findet in Königsbronn statt.
1806 Das württembergische Königshaus übernimmt die Eisenwerke und damit auch das Werk Königsbronn. Die württembergischen Hüttenwerke erhalten den Namen „Königlich württembergische Hüttenwerke“. Davon ist auch die Krone auf dem Logo der SHW Casting Technologies abzuleiten.
1832 Die erste in Kokillen gegossene Walze wird gefertigt.
1835 Die erste Papierkalanderwalze wird ausgeliefert.
1911 In Königsbronn wird ein Rekord aufgestellt: Die größte in Europa gegossene Walze mit 710 mm Durchmesser, 4.200 mm Bahnlänge aus 25 Tonnen flüssigem Eisen.
1921 Das Land Baden-Württemberg und die Gutehoffnungshütte Oberhausen (heute MAN AG) gründen die Schwäbischen Hüttenwerke mit Hauptsitz in Wasseralfingen.
1928 Die ersten 6-Meter-Walzen mit 800 mm Durchmesser werden in Königsbronn gegossen.
1960 Ein weiterer Rekord ist gelungen: In Königsbronn wird aus 85 Tonnen flüssigem Eisen eine Unterwalze für eine Voith-Papiermaschine gegossen mit einem Durchmesser von 1.130 mm und einer Ballenbreite von 8.100 mm.
2001 Die MAN plant den Verkauf der SHW Anteile.
2002 Die SHW Casting Technologies mit den Werken Königsbronn und Wasseralfingen wird gegründet.
2003 Es wird ein Konzept entwickelt zum Erwerb der SHW Casting Technologies durch ein Management-Buy-Out.
2005 Im Mai wird der Kaufvertrag zwischen dem heutigen Eigentümer Capiton/Severing und dem Verkäufer (Land Baden-Württemberg und SHW GmbH) unterzeichnet.

Im Dezember übernimmt die neu gegründete CT GmbH die Heidenheimer Gießerei, die zu dieser Zeit noch dem Voith Konzern angehört.
2006 Die Caterpillar Gießerei in Kiel wird von der CT GmbH übernommen.